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Aktualisiert am 23.04.2005
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Filmkritik:

Derrick - Die Pflicht ruft

Derrick - Die Pflicht ruft

D 2003 R: Michael Schaack D: (Stimmen) Horst Tappert, Fritz Wepper, Gustav Peter Wöhler, Jürgen Drews, Anke Kortemeier, Wolfgang Stumph, Ralph Morgenstern, Nathalie Licard Filmwebsite
Derrick als Comicfilm muss die Teilnehmer des deutschen Vorausscheids zum Eurovision Song Contest vor einem Serienkiller bewahren. Reinhard Lüke vom Filmdienst kann die Idee die die Verantwortlichen bei ZDF.enterprises zu diesem Film verleitete einigermaßen nachvollziehen, doch "was bei dem Unternehmen herausgekommen ist, spottet nicht nur dem guten alten Derrick, sondern fast jeder Beschreibung." Denn "was die Autoren aus dem hanebüchenen Plot an humoresken Funken schlagen, ist an Armseligkeit kaum zu unterbieten." In der Kritik finden sich ausreichend Beispiele dafür. Zudem lasse die "Zeichnung so ziemlich alles vermissen, was man wohlwollend als Hommage interpretieren könnte." Dass Tappert dem Film seine Stimme lieh, kann Lüke auch nicht weiter trösten.
Diesen Umstand nennt Hendrik Werner ( Die Welt) auch "die vielleicht größte Stärke" des Films, auch wegen Fritz Wepper als Harry und Jürgen Drews als Schlagerfuzzi. Es komme nicht auf "Inhalte" (seit wann braucht ein Film mehrere davon? Es lebe die Politsprache) an und nicht auf eine "stringente Dramaturgie, (...) dafür bestechen die immense Situationskomik und ein oft fulminanter Wortwitz". Der Film sei "ein absurdes Kleinod".
Sascha Westphal ( Frankfurter Rundschau) kritisiert dagegen, die Witze seinen doch arg banal und würden durch dauernde Wiederholung nicht besser. Auch er lobt die Selbstironie der Sprecher, doch der Film verlasse sich zu sehr darauf. Ausserdem orientiere sich der Film inhaltlich eher an den "Edgar-Wallace- und Dr. Mabuse-Filmen der frühen 60er Jahren". Die dämonisierung der deutschen " Popkultur" ließ er sich aber gefallen.
Bodo Mrozek ( Tagesspiegel) schreibt: " Derrick (...) ist nicht nur ein leicht überdrehter, ironischer Spaßfilm. Er arbeitet ein zählebiges Stück westdeutscher Identität mit beispielhafter Selbstironie auf."
Oliver Hüttmann vom Spiegel bedauert, dass der "Mut oder das Geld nur für einen drittklassig animierten Trickfilm" gereicht hätten und die Figuren von der "Schlichtheit alberner Zeichentrickserien für Kleinkinder" seien, denn neben einigen "etwas geschmacklosen Gags" bestehe das Drehbuch aus "viel hintersinnigem Humor". Erfreulich sei auch die Selbstironie des Synchronsprechers Tappert.

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Infos zu diesem Titel
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Englisch
• Bildformat: 16:9, 16:9
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 77 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 7. Oktober 2004
• Produktion: 2004

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