Filmkritik:
Driven
USA 2001 R: Renny Harlin D: Sylvester Stallone, Burt Reynolds, Til Schweiger, Kip Pardue Filmwebsite
Daniel Haas vom Spiegel findet den Actionfilm über Rennfahrer (Produktion und Drehbuch: Stallone) öde: "Langweile auf Höchstgeschwindigkeit", seine Helden "bleiben festgezurrt auf den Positionen nerviger Klischees", außerdem feiere der Streifen die "Konventionen des Machismo in variierter Form".
Christian Buss ( taz) räsonniert über die "Rückkehr des Automobilfilms" und läßt an Driven kein gutes Haar: Regisseur Renny Harlin sei "tricktechnisch leider nicht viel eingefallen", die Unfälle, die "den mageren Plot am Laufen halten sollen, sind auf Nummer Sicher am Computer animiert worden", und der ganze Film sei "ist in jeder Hinsicht zweitklassig".
Carsten Happe ( Der Schnitt) meint, alle "Behauptungen über den Motorsport, die die Bilder von Driven aufstellen, dürften bei jedem, der sich auch nur für fünf Minuten damit beschäftigt hat, lediglich ungläubiges Kopfschütteln auslösen", zudem seien die "Schnitte schlampig, die Kamera unfokussiert, die Visual Effects bar jeder Glaubwürdigkeit". Die Kritik von Blickpunkt:Film bewegt sich auf dem Niveau, welches die anderen Kritiken dem Film unterstellen.
Der Tagesspiegel meint, Driven stelle sich "erwartungsgemäß als ohrenbetäubend lautes Machwerk heraus, das spannungslos die immergleichen Konflikte umrundet".
Nur Kai-Martin Wiegand von der Welt behauptet ernstlich, dass es sich hier "trotz Konventionalität und tiefer gelegtem Anspruch" um einen "Vater-geht-mit-Sohn-ins-Kino-Film" handele, der dabei helfe, "jungen Männern den Macho-Umgang mit harten Typen und zarten Frauen beizubringen."
Die Welt hat auch mit Til Schweiger gesprochen.
Suzan Vahabtadeh von der Süddeutschen Zeitung fand den Film zwar durchaus reizvoll, aber verschnittenkam er ihr vor: Drivern wäre ein "großartiger Rennfahrerfilm, hätte man nicht dauernd das Gefühl, im Schneideraum sei die Crew vollkommen durchgedreht". Sie kommentiert auch den mäßigen Starterfolg: "Bloß 100000 Besucher in Deutschland der ersten Woche, für einen Film mit Stallone und Schweiger – damit liefert Driven ein tristes Beispiel für eine Marketingstrategie mit eingebautem Selbstzerstörungsmechanismus." Gemeint ist der Hype um Verona Feldbuschs Kurzeinsatz.
Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Englisch, Deutsch
• Bildformat: 16:9, 2.35:1
• Dolby, Surround Sound, PAL, Widescreen
• Laufzeit: 112 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 6. Juni 2002
• Produktion: 2001
DVD Features:
• Originalkommentar von Renny Harlin
• Original-Dokumentation "The Making Of"
• Original-Dokumentation "Sieg über die Geschwindigkeit durch Live Action und visuelle Effekte"
• Weitere Szenen mit Originalkommentar von Sylvester Stallone
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