Filmkritik:
Zulu Love Letter
(Lettre d'amour zoulou) Südafrika/F/D 2004 R: Ramadan Suleman D: Pamela Nomvete Marimbe, Mpumi Malatsi, Sophie Mgcina, Kurt Egelhof, Connie Mfuku Filmwebsite
Eine mittlerweile erfolgreiche südafrikanische Journalistin wurde während der Apartheid schwanger inhaftiert und gefoltert und brachte ihr Kind taub zur Welt. Nun wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, als sie auf drei ihrer ehemaligen Peiniger trifft.
Stefan Volk vom Filmdienst hat im Kino schon häufig Rückblenden gesehen, die "ein verdrängtes traumatisches Erlebnis nach und nach mosaikartig zu Tage fördern", und zwar bereits so oft, "dass sich diese Erzähltechnik mittlerweile abgenutzt hat". Das "Verzerrungsbrimborium aus Zeitlupen, Unschärfen und Reißschwenks", das Suleman in Zulu Love Letter auffahre, "unterstreicht den dramatischen Effekt überdeutlich". Gelungen fand der die Passagen, die in der Gegenwart angesiedelt sind; da entwickele er das "zwingende Porträt einer mutigen, gespaltenen Frau, einer geschundenen, kämpferischen Kultur".
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