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Aktualisiert am 12.11.2009

Filmkritik:

2012

2012

USA 2009 R: Roland Emmerich D: John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet, Oliver Platt, Thandie Newton, Danny Glover, Woody Harrelson, George Segal, Morgan Lily, John Billingsley 158 Min. Filmwebsite
Im Jahre 2009 erhält die amerikanische Regierung einen vertraulichen Report, der bestätigt, dass die Erde schon in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist. Während engagierte Wissenschaftler fieberhaft nach Auswegen aus der Katastrophe suchen, wird an oberster Stelle ein geheimer Katastrophenplan entwickelt, der jedoch nicht die Rettung aller Menschen vorsieht.

Matthias Wulff jubelt im der Welt, zwar seien "Drehbuch und schauspielerische Leistungen wie gewohnt dürftig. Aber: Im Zerstören ist er ein Meister. Seine Fluten, einstürzenden Hochhäuser und Materialschlachten sind großartig".

Daniel Haas von Spiegel Online meint: "Der Film ist opulente Untergangspornografie, ein gigantomanisches Spektakel". 2012 weite die Grenzen des Genres "ins Extrem", denn diesmal sterben "nicht nur ein paar tausend Amerikaner oder Ägypter, diesmal sterben Milliarden".

Michael Althen von der FAZ hatte viel Spaß: "Es ist also ein ungeniert kindisches Vergnügen, dem man hier frönen kann". Eine Viertelmilliarde Dollar sei dafür verjubelt worden, und es dürfte "einer der seltenen Fälle sein, wo Kapital und Vernichtung eine profitable Beziehung eingehen". Emmerich inszeniere übrigens "nicht ohne Ironie".

Daniel Kothenschulte von der Frankfurter Rundschau stellt fest, für seine 158 Minuten biete der Film "erstaunlich viel Katastrophe und wenig Nebenhandlung". Emmerich stelle sich der Herausforderung des neuen Mediums Videospiel: "Kein Kinofilm war den einfachen Freuden von Renn- und Verfolgungsspielen von Spielen wie "Grand Theft Auto" bisher so nahe wie dieser".

"Was für ein Film!", staunt Susanne Ostwald von der NZZ; selbst "jene, die Katastrophenfilme für billiges Volksvergnügen halten, müssen diesmal konzedieren, dass sie sich prächtig unterhalten". 2012 sei "(der Superlativ sei gestattet) der ultimative Katastrophenfilm, die Summe all dessen, was an Desastern bisher die Kinoleinwand erblickt hat".

"Der sogenannte Muss-ich-sehen-Faktor, den Hollywoods Analysten statistisch erfassen, zeigt für 2012 einen selten erreichten Höchstwert", hat Tobias Kniebe von der Süddeutschen Zeitung festgestellt; dabei kenne fast jeder "längst die Bildmarken des Films, die wie eingetragene Warenzeichen funktionieren, aus Trailern, Plakaten, Anzeigen". Viele der Schlüsselszenen drehe Emmerich jetzt "zum zweiten, dritten, vierten Mal"; der "naheliegendste Vergleich" sei dabei "natürlich der Pornofilm, wo man sich auch kaum mit der Darstellung eines einzigen Geschlechtsakts zufriedengeben würde".

Cord Riechelmann von der taz hat nachgerechnet: "Tausend Leute haben an den Effekten gearbeitet und hatten dabei rund ein Petabyte (eine Million Gigabyte) an Informationen zu verrechnen. Das sind mehr, als Graig Venter für die Entschlüsselung der menschlichen DNA benötigte".

Auch Christina Tilmann vom Tagesspiegel attestiert Emmerich, er habe "neue Maßstäbe gesetzt" mit diesem "ultimativen Weltuntergangsspektakel". Die Spezialeffekte sähen "endlich mal nicht billig" aus, sondern "so teuer, wie sie bei einem Produktionsbudget von 260 Millionen Dollar wohl auch waren".

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