Filmkritik:
Der Überfall
A 2000 R: Florian Flicker D: Roland Düringer, Josef Hader, Joachim Bißmeier Filmwebsite
Ein ziemlicher Loser will einen Supermarkt überfallen, nimmt dann aber doch Vorlieb mit der kleinen Schneiderei daneben. Die Tragikomödie hat Anatol Weber ( Der Schnitt) ausgezeichnet gefallen, vor allem Josef Hader, der hier den biederen, opportunistischen Kunden der Schneiderei spielt, steht im Zentrum seiner Kritik. Aber der ganze Film sei sehr gut: "Bis zum überraschenden Ende entfacht sich ein bösartiger, klaustrophobischer und tragischgrimmiger Psychothriller, der gekonnt auch das lachende Auge nicht verschließt."
Nils Meyer vom Tagesspiegel meint, die Krankheit des österreichischen Kinos sei der "Kabarettismus". Der Überfall zeige zwar alle Symptome der Krankheit, sei aber durch und durch gesund, sei "Kino: gekonnt inszeniert, atmosphärisch dicht und spannend." Den Humor beziehe der Film aus den Versuchen "der Männer, ihre eigenen Unzulänglichkeiten hinter einer Fassade zu verbergen. Doch im Laufe des Films verrutscht ihre Maske. Dahinter wird sichtbar: eine trostlose Ödnis im Leben."
Josef Engels ( Die Welt) hat der Film auch sehr gut gefallen.
Infos zu diesem Titel
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
• Widescreen
• Laufzeit: 83 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 17. September 2004
• Produktion: 2000
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