Filmkritik:
Wo ist Fred?
(Special) D 2006 R: Anno Saul D: Til Schweiger, Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara, Christoph Maria Herbst, Anja Kling, Pasquale Aleardi, Tanja Wenzel, Kurt Krömer 107 Min. Filmwebsite
Um seiner Angebeteten, respektive deren Sohn zu imponieren unternimmt Fred einen drastischen Versuch um an einen handsignierten Basketball von Alba Berlin zu kommen. Er gibt sich mit Hilfe seines Freundes Alex als Behinderter aus und sogt damit für Verwicklungen.
Horst Peter Koll vom Filmdienst nennt den Film "alberne, unausgegorene Komödienware" oder auch "populistische Fließbandkost, entworfen am Reißbrett nach emotionslos kalkulierter Rezeptur". Besonders missfiel ihm das aus Amerika eingekaufte Drehbuch: "Während sich die Inszenierung noch zwanghaft um deutsches Lokalkolorit bemüht, hakt die Handlung mechanisch eine sterile Katalogszene nach der nächsten ab, sodass man das Ganze fast nur als herbe Selbstparodie verstehen kann". Das Frauenbild des Films sei "gruselig", und die Slapstick-Qualitäten von Schweiger und Vogel haben Koll auch nicht überzeugt.
Einzig Christoph Maria Herbst in einer Nebenrolle findet etwas Gnade vor den Augen von Josef Engels ( Welt). Der Rest sei furchtbar: "Das querschnittgelähmte Drehbuch gestattet seinem Personal (...) nicht mal den Ansatz von Charakter-Entwicklung. Alle sind blasse Figuren, die nach Belieben und Willkür hin- und hergeschoben werden können – und dann auch noch umständlich über dramaturgische Treppenstufen gehievt werden müssen."
Unbedingt hörenswert ist der Komplettverriss von Hans-Ulrich Pönack in Deutschlandradio Kultur (ab 3'30'').....na, darüber gibt es aber auch zwei Meinungen.
Regisseur Anno Saul hat für den Tagesspiegel aufgelistet, was er mag und was er nicht mag.
Was läuft wo?
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