Filmkritik:
Neil Young: Heart of Gold
USA 2006 R: Jonathan Demme D: Neil Young, Emmylou Harris, Pegi Young, Ben Keith, Wayne Jackson, Clinton Gregory, Grant Boatwright, Tom McGinley Filmwebsite
Konzertfilm über den Auftakt der "Prairie Wind"-Tournee, der auch Freunde und Wegbegleiter wie Emmylou Harris zu Wort kommen lässt.
Rüdiger Schaper, ein großer Freund des Kurzsatzes, lobt im Tagesspiegel den Regisseur Jonathan Demme, der ein "Regisseur der Stille" und "ein Meister der Ökonomie" und der "Konzentration" sei und deswegen "ein Glücksfall für Neil Young und seine Musiker in Nashville". Der Film erschien ihm wie ein "Familientreffen" und eine "Geisterbeschwörung".
Josef Engels von der Welt sah den "intensivsten, entschlacktesten und direktesten Film sein, der je über Neil Young (und womöglich auch über jeden anderen Rockstar) gemacht wurde". Demme halte sich "nicht groß mit irgendwelchem Palaver auf". Weiter heißt es: "Der Hollywood-Regisseur (...), der Rockstar, die Kameras, das Kino und das Publikum - sie alle finden magisch zueinander".
Der Film dokumentiert eine Zäsur in Youngs Leben mit einer "Unumstößlichkeit, wie sie nur einem Künstler zuteil werden kann, der im Olymp längst angekommen ist", meint Andreas Busche von der taz. Der "formal schnörkellose Konzertfilm" verleihe dem Musiker eine "autoritäre Aura von Zeitzeugenschaft". Demme gelinge es in seiner "ehrfurchtsvollen Direktheit", Young "in ein Licht zu rücken, wie es bislang kein Regisseur, auch nicht Young selbst, geschafft hat".
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