Filmkritik:
Building the Gherkin - Norman Foster baut in London
(Building the Gherkin) Schweiz 2005 R: Mirjam von Arx D: Norman Foster, Sara Fox, Peter Wynne Rees Filmwebsite
Der Film dokumentiert den Bau von 30 St Mary Axe, auch "The Gherin" ("Die Gurke") genannt, der Londoner Zentrale des Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Re, durch den britischen Stararchitekten. Mirjam von Arx begleitete über Jahre die Bauarbeiten von der Planungsphase bis zur feierlichen Eröffnung des Gebäudes.
Reinhard Lüke (Filmdienst) klärt uns darüber auf, dass Building the Gherkin "weniger ein klassischer Architektur-Film als vielmehr die Dokumentation der Prozesse rund um die Errichtung des imposanten Gebäudes" sei. Denn durch eine "konsequente Personalisierung und die damit einhergehende Ausleuchtung der Emotionen" gewinne der Film "eine Dramaturgie, bei der das faszinierende Gebäude selbst in den Hintergrund" gerate: "Das alles ist nicht uninteressant, aber auch nicht ohne Redundanzen. Auf die Dauer lähmen die unzähligen 'Talking Heads'-Sequenzen merklich das Geschehen, und ob der Film die x-te Diskussionsrunde über Brüstungen oder die Begrünung der Flure unbedingt gebraucht hätte, scheint eher fraglich."
"Kommerzielles Bauen ist knallhartes Business, das ist die Botschaft des Films", schreibt Architekturkritiker Bernhard Schulz vom Tagesspiegel. Und weiter: "Filmisch gesehen bleiben spektakuläre Szenen vom Bau, rasante Dialogschnitte und hübsche Spezialeffekte wie die Zeitrafferfahrt durch London, bei der die Gurkenspitze stets im Bild bleibt. Nur: Wen außerhalb eines Fachpublikums sollte das zum abendfüllenden Kinobesuch bewegen?"
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