Filmkritik:
Tristan & Isolde
USA 2005 R: Kevin Reynolds D: James Franco, Sophia Myles, Rufus Sewell, David Patrick O'Hara, Henry Cavill, JB Blanc, Jamie King, Leo Gregory, Richard Dillane, Wolfgang Müller, Barbora Kodetová, Gordon Truefitt Filmwebsite
Freie Adaption des berühmten Stoffs um die Liebe des königlichen Ziehsohns aus Cornwall zur Tochter eines verfeindeten irischen Herrschers. Diese muss einen anderen Mann heiraten, aber die beiden Liebenden treffen sich heimlich und beschwören dadurch große Gefahr herauf.
Jörg Gerle vom Filmdienst lobt, hier sei ein "modernes Drama in historischer Kulisse gelungen", das versuche, die "tragisch-emotionale Ebene mit dem Action-Aspekt der Kämpfe zwischen Briten und Iren so zu verbinden, dass keine Publikumserwartungen enttäuscht werden". Eher naturalistisch als romantsch gestaltet, finde der "unwirkliche Zauber", mit dem die archaische Vergangenheit "sonst gerne verklärt wird", hier kaum Platz. Das Ganze sei zwar mitunter "arg dialoglastig", und die Kampfszenen seien "einm wenig unspektakulär" geraten, aber immerhin nehme der Film sein Sujet ernst. Die gelungene Musik verleihe dem Film eine "erstaunlich erwachsene Tönung".
Für Peter Zander von der Welt ist Tristan & Isolde "mehr etwas für Jungs": Da werde "ausgiebig mit Säbeln gerasselt, da rollen Köpfe und purzeln Hände". Der Kritiker musste sich "nicht ein Tränchen aus dem Auge wischen" am Ende dieses Films, der doch "großes Rührstück sein sollte".
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