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Aktualisiert am 29.04.2005
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Filmkritik:

Exorzist: Der Anfang

Exorzist: Der Anfang

(Exorcist: The Beginning) USA 2004 R: Renny Harlin D: Stellan Skarsgård, James D'Arcy, Izabella Scorupco, Remy Sweeney, Julian Wadham, Andrew French Filmwebsite
In diesem Prequel muss der mit Gott hadernde Priester im Afrika nach dem zweiten Weltkrieg einem Kind den Teufel austreiben. Blickpunkt:Film versorgt uns mit der Information, dass zunächst Paul Schrader einen kompletten Film gedreht habe, der aber nicht "actionreich und gewalttätig genug" gewesen sei und so durfte Renny Harlin noch einmal 50 Mio. Dollar verbraten. Das Ergebnis hat Blickpunkt:Film nicht besonders gefallen. Verschiedene Elemente würden "doppelt und dreifach" eingesetzt und "damit regelrecht zu Tode" geritten, "was nicht heißen soll, dass gelungene verstörende Momente gänzlich fehlten." Der Schnitt wirke "geradezu wahllos" und die "Ohren betäubende" Musik , ersticke " jede Nuancierung bereits im Keim". Gnade finden allerdings die Schauspieler, die Kamera und das "tmosphärische Produktionsdesign".
Jörg Gerle ( Filmdienst) hofft auf eine DVD-Fassung mit Schraders Film, denn eigentlich hat ihm nur missfallen, dass auf der Suche "nach Schockelementen" die zunächst recht gelungene Atmosphäre flöten geht: "Bereits die erste, mit Computeranimationen aufgepeppte Schocksequenz entzaubert die Atmosphäre derart, dass es dem Film ab da nicht mehr gelingt, die unheilige Stimmung zu erhalten."
Andreas Platthaus von der FAZ erzählt die Geschichte der Filmreihe. Vom wunderbaren Original über zwei eher misslungene Fortsetzungen hin zu dem vorliegenden Film von Renny Harlin, einem Regisseur, "der auf einschlägige Erfahrungen im Dumpfkino verweisen kann". Herausgekommen sei ein "krude(r)" Film, der "von heute an unsere Kinosäle verstopft". Man solle sich lieber Brian Gilberts The Gathering ansehen.
Andreas Maurer Neue Zürcher Zeitung geht hart mit der Entstehung des Films ins Gericht: "Die Produzenten von Exorcist: The Beginning hielten Schraders Urfassung angeblich für schlichtweg 'amateurhaft'; also drückten sie einem Profi-Stümper (Renny Harlin) 50 Millionen in die Hand, damit dieser das Skript neu inszeniere, Bild für Bild." Auch seine Vorfreude auf die zu erwartende DVD-Auswertung von Schraders Werk hält sich in Grenzen: "Teuflischerweise lassen sich heute sogar Misserfolge zu Geld machen."

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Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch
• Bildformat: 16:9, 1.85:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 109 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 4. März 2005
• Produktion: 2004

DVD Features:
• Audiokommentar : Original-Kommentar von Regisseur Renny Harlin
• Dokumentation : Hinter den Kulissen
• US-Kinotrailer

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