Filmkritik:
Die Unwertigen
D 2009 R: Renate Günther-Greene 86 Min. Filmwebsite
Die Nazis sortierten Jugendliche nach ihrem Wertesystem der Rassenhygiene und Eugenik. Die wertigen Kinder wurden gefördert, die unwertigen aussortiert und ausgemerzt: Waltrauts Mutter kommt ins Konzentrationslager, Waltraut und ihre Geschwister in Heime. Günter muss ins Jugendkonzentrationslager, weil er die verbotene Swing-Musik hört. Elfriede erlebt im Kinderheim, wie Kinder Opfer der Euthanasie werden. Richard wird als uneheliches Kind seiner Mutter für immer entrissen und leistet mit vier Jahren Zwangsarbeit. Der Film erzählt aber auch von der gesellschaftlichen Verdrängung nach 1945 und den Auswirkungen für die Betroffenen bis heute.
Reinhard Lüke vom Filmdienst lobt, dass der Film den Erinnerungen der Betroffenen in "langen Einstellungen" angemessen breiten Raum gewähre, er lasse die Protagonisten mal in ihrer aktuellen Umgebung, mal an den ehemaligen Stätten des Grauens erzählen und "enthält sich aller billigen Emotionalisierungen".
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