Die Filmstarts vom 1. April 2004
  Abgefahren - Mit Vollgas in die Liebe
  Böse Zellen
  Derrick - Die Pflicht ruft
  In tierischer Mission
  Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den...
  Peter Pan
  The Raspberry Reich
  The Return - Die Rückkehr
  Scooby-Doo 2: Die Monster sind los

A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z 0-9

Durchsuchen Sie unsere Website:

Aktualisiert am 12.05.2005
DVD Infos
DVD bei amazon bestellen

Filmkritik:

Böse Zellen

Böse Zellen

Aut/D/CH 2003 R: Barbara Albert D: Kathrin Resetarits, Ursula Strauss, Georg Friedrich, Marion Mitterhammer, Martin Brambach, Rupert M. Lehofer, Bellinda Akwa-Asare, Gabriela Schmoll, Christian Ghera Filmwebsite
Der Film zeichnet im Verlauf eines Jahres anhand einer Fülle von Charakteren und Handlungsstängen - gespickt mit Schicksalsschlägen und Katastrophen - ein eher trostloses Bild der Gemütsverfassung zumeist junger Menschen in Österreich. Ulrich Kriest vom Filmdienst nennt den Film, durchaus begeistert, "ein packendes Traktat über die transzendentale Obdachlosigkeit des modernen Menschen." Zumal die "die pessimistische Wucht des an Fassbinder, Seidl und Solondz gemahnenden Films über das beschädigte Leben (...) durch eine sanfte Gegenbewegung hintertrieben" werde. So fänden sich immer wieder kleine optimistischere Szenen und gelegentlich sei es die verwendete Musik "die Glanz oder Tränen des Glücks in die Gesichter der Menschen zaubert und sie für kurze Zeit ihr Leiden vergessen lässt."
Gerhard Midding ( Frankfurter Rundschau) war der Film allzu konstruiert und er gehe auch nicht pfleglich mit seinen Charakteren um: "Würde die Kamera ihnen (...) mehr Raum geben, sie achtsamer begleiten, hätte man nicht den Eindruck, die Charaktere blieben im Korsett des Vorhabens verschnürt. Hier wirkt die Individualität dieser klaffenden Wesen erschlichen, als seien sie nur Koordinaten in einer Gleichung, Bestätigungen eines Erzählsystems." Letztlich denunziere Albert " in einen diffusen Entlarvungsfuror" ihre Figuren.
Jan Schulz-Ojala vom Tagesspiegel freut sich dagegen, dass der Film nicht "zynisch" sei: Er lade "den Zuschauer ein, mitzuspielen in dieser oder jener Geschichte, diese oder jene Zwangsjacke anzuprobieren, das Fieber zu messen der eigenen Finsternis. So ist der Film alles auf einmal: sanftmütig, schmerzhaft und, vor allem, genau."Die Schauspieler agierten "traumsicher".
Petzer Claus ( Die Welt) stellt den Film nur kurz vor und schreibt anerkennend: "Die verschachtelten, kargen Momentaufnahmen ganz gewöhnlichen Lebens sind von fröstelnd kühler Klarheit."
Bert Rebhandl ( FAZ) urteilt, diese "Prestigeproduktion" sei "nicht reich, sondern überladen. Zu jedem Sinndefizit gibt es eine Ersatzreligion, für jede Trauerarbeit ein falsches Medium. Die kleinen Fluchten am Ende sind nur Aufbrüche in neue Ausweglosigkeiten." Weil Albert "dem Zufall, den sie beschwört, heimlich mißtraut, muß sie über Gebühr Schicksal spielen."

Der Tagesspiegel und die taz haben mit Barbara Albert gesprochen und die taz hat ein Kurzporträt der Regisseurin erstellt.

DVD bei amazon bestellen

Infos zu diesem Titel
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround)
• Untertitel: Englisch, Französisch
• Bildformat: 16:9, 1.85:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 113 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 21. Februar 2005
• Produktion: 2003

Was läuft wo?
Welcher Film, welche Stadt, welches Kino, welche Uhrzeit - finden Sie's raus mit dem Cinema-Kinotimer