Filmkritik:
The Raspberry Reich
USA 2004 R: Bruce LaBruce D: Susanne Sachsse, Daniel Bätscher, Andreas Rupprecht, Dean Stathis, Anton Z. Risan, Daniel Fettig, Gerrit, Joeffrey, Ulrike S., Sherry Vine, Stephan Dilschneider Filmwebsite
Eine krude Terroristengruppe nutzt die Entführung eines Bankierssohn für allerlei Sexpraktiken. Laut Harald Fricke ( taz) nutze der Film u.a. auch die Vertriebswege eines Pornofilms und auch die überwiegende Zahl der Darsteller wurde hat bisher in schwulen Pornos mitgespielt. Dennoch erkennt Fricke eine tiefere Bedeutung. LaBruce beziehe sich auf Jean-Luc Godard und Rainer Werner Fassbinder ,die "die coolen Polit-Codes - ob 68 oder heißer Herbst - als Versatzstücke einer konsumistischen Labelphilosophie" entlarvten. Auch in "The Raspberry Reich sei "die sexuelle Befreiung nicht anders als der bewaffnete Kampf bloß ein Fetisch, nur ein Mittel ohne Ziel." Allerdings gelange der Film zu dieser Erkenntnis relativ schnell und verheddere "mitunter so sehr im Gestrüpp der Negation, dass in der Überzeichnung vom Klischee eines Klischees auch nur ein Klischee übrig bleibt."
Die Welt schreibt kurz LaBruce hole "mit seiner possierlichen Geschichte und dem bewusst ungelenken Spiel seiner Darsteller freundlich undifferenziert ein gewisses Grinsen über damals nach." Doch der Film habe bald Längen und man vermute bald, dass "das ganze Low-Budget- und Selbstironie-Gehabe (..) den noch immer bierernsten Bekehrungs-Eifer" nur maskiere.
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