Filmkritik:
Die Diebin von Saint Lubin
(La voleuse de St. Lubin) F 1999 R: Claire Devers D: Dominique Blanc, Denis Podalydès, Michèle Goddet, Maryline Even, Chantal Neuwirth Filmwebsite
Eine Mutter von zwei Kindern beginnt aus Armut im Supermarkt zu stehlen, wird geschnappt und sogar freigesprochen, doch damit beginnen die Probleme erst. Claus Löser von der taz lobt die "atemberaubenden Realitätsnähe, die sich jenseits aller Sozialromantik und Dogma- Koketterie bewegt." Der Film sei eine "unpolemische Darstellung" auch der Politikverdrossenheit derer die in die "neue Armut" abgerutscht sind. So habe denn auch der Front National habe gegen den Film geklagt. Ich muss gestehen, die "Realitätsnähe" liest sich eher wie Heiligenverehrung, aber ob dies dem Film oder dem Kritiker anzukreiden ist? Wer weiß. Zumal auch Margret Köhler von der Welt sehr angetan ist: "Devers entlarvt die Auswüchse der Sozialpolitik, verfällt nie in ideologische Krakelerei. Über Klageklippen hilft die Präsenz der starken Hauptdarstellerin Dominique Blanc hinweg."
Daniela Sannwald ( Frankfurter Rundschau) hat der Film auch sehr gut gefallen. Es sei "ein kühler, nüchterner Film im dokumentarischen Stil, auf beinahe altmodische Art sozialkritisch, voller stiller Empörung, aber ohne Agit-Prop- Attitüde. (...) Ähnlich zurückhaltend wie die ganze Inszenierung ist auch Françoise Barnier selbst: Die Schauspielerin Dominique Blanc verkörpert sie als selbstbewusste, nicht einmal unglückliche Frau, die im Verlauf ihres Prozesses darauf kommt, dass sie ein Opfer sozialer Ungerechtigkeit geworden ist."
Was läuft wo?
Welcher Film, welche Stadt, welches Kino, welche Uhrzeit - finden Sie's raus mit dem
Cinema-Kinotimer



























