Filmkritik:
Wiegenlieder
D 2009 R: Johann Feindt, Tamara Trampe 98 Min. Filmwebsite
Wiegenlieder sind unsere erste Verbindung zur Welt - eine universelle Erfahrung, die wir alle teilen und die doch zutiefst persönlich ist. Die Erinnerung an die Mutter, die Kindheit, öffnet eine Tür, hinter der sich Schicksale verbergen. So wie die wiederkehrenden, tanzenden Seifenblasen über der Stadt treibt der Film durch Berlin. Die Erzählungen und Gesänge der Menschen, ihre Musik - mal zart und betörend, mal drängend und expressiv - verweben sich mit den rauen Bildern der Metropole zu einem polyphonen filmischen Gedicht.
Für Katharina Zeckau vom Filmdienst hat der Film neben „ethnographischen Mini-Einblicken in die Kultur der Schlafweise“ wenig mehr als „interessante Protagonisten sowie die ein oder andere stimmungsvolle Bild-Ton-Collage“ zu bieten. Viele Motive entpuppten sich auf Dauer als „reine Oberflächenreize, die ins Leere laufen“; das „hohe atmosphärische Potenzial“, über das der Film auf visueller wie akustischer Ebene verfüge, werde „durch solche Manierismen nachhaltig beschädigt“.
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