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Aktualisiert am 31.03.2009

Filmkritik:

Inside Hollywood

Inside Hollywood

(What Just Happened?) USA 2008 R: Barry Levinson D: Robert De Niro, Catherine Keener, Bruce Willis, Sean Penn, Stanley Tucci, John Turturro 105 Min. Filmwebsite
Zwei Wochen aus dem turbulenten Leben des Filmproduzenten Ben: Er hat Stress mit der Studiochefin Lou, dem Regisseur und seinem Star. Und mit allen anderen auch.
Von Barry Levinson liefen zuletzt Banditen (2001) und Neid (2004) in den deutschen Kinos.

Sascha Koebner ( Filmdienst) hat der Film nicht gefallen. Die Figuren seien "oberflächlich und konventionell gestrickt", außerdem fehle dem Film eine gute Geschichte. Der Film sei "gedankenleer, zaghaft und nur in wenigen Szenen unterhaltsam", letzteres nur weil er mit guten Schauspielern besetzt sei.

Katja Lüthge ( Frankfurter Rundschau) ist etwas versöhnlicher: "Es ist eine Freude, Robert De Niro als Ben beim Leiden zuzuschauen, eine Satire, die außer ihm jemand weh tun würde, ist Inside Hollywood nicht. Art Linson und Regisseur Barry Levinson reißen keine Brücken hinter sich ein, sie bedienen vielmehr auf unterhaltsame Weise das von Hollywood selbst gern kokett gepflegte Image ruchloser Immoralität."

Susan Vahabzadeh ( Süddeutsche Zeitung) schreibt: "Man kann schlimmere Geschichten über Hollywood gnadenloser erzählen als Art Linson, und bei Kritikern kommen die harmlosen Geschichten schlecht an, weil sie die schlimmeren kennen. Levinson, der Rain Man-Regisseur, der sagt, Simplifizierung mache das Kino kaputt, schafft es jedenfalls, dass man diesen fürchterlichen Gestalten fasziniert zusieht - und sogar beginnt, sie zu verstehen", es gehe halt immer um sehr viel Geld. Es sei nicht Levinsons bester Film , doch er erzähle "davon, wie Hollywood sich verändert hat" und halte dem Publikum einen Spiegel vor: "Das größte Problem des Kinos ist, dass es dem Publikum gibt, wonach es verlangt."

Hilfried Hippen ( taz) fand es irritierend, dass von den beiden großen Stars DeNiro und Willis einer eine fiktive Rolle spielt und einer sich selbst. Aber auch sonst war er nicht zufrieden. Der Film sei "enttäuschend zahm und affirmativ." Es gebe einige gute Schauspielleistungen, "aber keiner von ihnen ist so genau und gnadenlos gezeichnet, dass irgendein getroffener Hund bellen würde."

Weitere Kritiken finden Sie in der Welt und in der taz.

Die Süddeutsche Zeitung hat mit Robert De Niro und dem Produzenten und Drehbuchautoren Art Linson gesprochen, der im Film von De Niro verkörpert wird. Die Welt hat De Niro interviewt.

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