Filmkritik:
Prinzessin Lillifee
D 2009 R: Alan Simpson, Ansgar Niebu 72 Min. Filmwebsite
Im Feenreich Rosarien herrscht Harmonie. Wie jeden Morgen kümmert sich Prinzessin Lillifee gemeinsam mit ihrem besten Freund Pupsi, dem Schwein, darum, dass ihre Welt im schönsten Glanz erstrahlt und alle glücklich sind. Doch der Schein trügt. Viele Rosarier sind unzufrieden ...
Alan Simpson brachte 2005 Heidi in die Kinos.
Kathrin Häger weist im Filmdienst darauf hin, dass es sich um "keine direkte Verfilmung der Vorlage handelt: Im Vergleich zu den zarter gezeichneten Bilderbüchern verlangte die Grafik auf der großen Leinwand nach mehr Kontur und Farbtiefe, die Dramaturgie nach mehr Handlungsspielraum und Konfliktstoff." Weiter schreibt sie: "Trotz des Kitsch-Potenzials durch den oberflächlichen Verschönerungswahn, mit dem Lillifee ansonsten Rosarien 'heimsucht', geht es in der kindgerecht reduziert und humorvoll gehaltenen Geschichte also um Zusammenhalt, Toleranz und den Einsatz für andere. Diese als klassischer Zeichentrick animierte und in liebevollen Gesangseinlagen intonierte Botschaft von der Summe der einzelnen Teile hatten auch schon die Coppenrath-Helden Mondbär und Hase Felix überbracht. An der Realisierung dieser pädagogisch ambitionierten Abenteuer waren die Produzenten Gabriele M. Walther und Frank Piscator sowie Drehbuchautor Mark Slater beteiligt. Das verhilft der an sich harmlosen Überfliegerin zu Tiefgang."
Nicole Dolif (Welt) stellt den Film als Teil eines großen Merchandising-Coups mit über 300 (sic!) Lillifee-Produkten vor und fragt sich: "Was aber hat Lillifee, was andere Figuren nicht haben? Die Geschichten sind einfach, ein bisschen kitschig. Lillifee schwebt durch ihre Welt, immer fröhlich, immer hübsch. Sie lebt im Blütenschloss, liebt ihre Freunde, die Tiere und die Natur. Und vor allem liebt sie es, sich hübsch zu machen."
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