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Aktualisiert am 18.07.2005

Filmkritik:

Mein Bruder der Vampir

Mein Bruder der Vampir

D 2001 R: Sven Taddicken D: Roman Knizka, Hinnerk Schönemann, Marie-Luise Schramm Filmwebsite
Im Mittelpunkt stehen dieses Films stehen drei Geschwister zwischen 14 und 29 Jahren und ihre ersten Erfahrungen mit Liebe und Sexualität; der geistig behinderte Dracula-Fanatiker Josch verliebt sich in die neue Freundin seines Bruders Mike. Mein Bruder, der Vampir wurde auf vielen Festivals mit erfolg gezeigt und erhielt eine Nominierung für den Studenten-Oscar, weiß Blickpunkt:Film, und findet dies auch verdient ob seiner "unaufdringlichen Bilder, originellen Einfälle und hervorragend agierender Besetzung". Andrea Dittgen vom Filmdienst Was Mein Bruder der Vampir zu etwas Besonderem macht, ist vor allem die fantasievolle Figurenkonstellation. An diesem "keineswegs lieblichen, mutig anecken wollenden Nachwuchsfilm" gefalle jedem etwas anderes, was sich auch an den unterschiedlichen Festivalpreisen zeige, die der Film schon bekommen hat: "Einmal bester Film und beste Regie (Valenciennes), einmal Drehbuchpreis (Schwerin), zweimal Kamerapreis (Brooklyn, Hof), einmal Kritikerpreis (Rotterdam), einmal Publikumspreis (Saarbrücken)".
Hanns-Georg Rodek von der Welt zeigt sich begeistert von diesem FIlm, der "hoffen lässt wie selten einer aus diesem Land". Taddickens Blick auf die Welt seiner Protagonisten sei "immer um ein paar Grad ver - rückt von der Normalität; so kann er seine Handlung Haken schlagen lassen, die sich ein konventioneller Erwachsenwerd-Film nie träumen ließe", und er dringe auch "in Bereiche vor, die für amerikanische Teenie-Komödien unerreichbar sind". Sein Fazit: "Hier filmt einer nicht ab, was ist, sondern formt Wirklichkeit - eine der kardinalen Kinoregeln, die für viele deutsche Filme jenseits ihres Horizonts liegen".
Auch Rainer Gansera von der Süddeutschen Zeitung ist begeister: Taddicken spiele geschickt mit den "Versatzstücken der Pubertäts-Komödie", aber er "entreißt sie den Niederungen des genreüblichen Klamauks und moduliert sie in eine märchenhaft groteske Sphäre". Souverän fand der Kritiker auch, wie hier "skurriler Surrealismus" und "melancholischer Poesie" gemixt würden und wie es dem Regisseur gelinge, "seinen Darstellern Glanz zu verleihen".

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