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Aktualisiert am 28.04.2006

Filmkritik:

FC Venus - Angriff ist die beste Verteidigung

FC Venus - Angriff ist die beste Verteidigung

D 2005 R: Ute Wieland D: Nora Tschirner, Christian Ulmen, Florian Lukas, Anneke Kim Sarnau, Heinz Hoenig, Leslie Malton, Jan Henrik Stahlberg, Andreas Guenther Filmwebsite
Paul (Christian Ulmen) und Anna (Nora Tschirner) leben glücklich gemeinsam in Berlin. Nun muss Paul wieder für seinen alten Fußballvereins Eintracht Imma 95 aktiv werden, der in akuter Abstiegsgefahr steckt. Die fussballhassende Anna stellt ein Team aus Spielerfrauen zusammen und fordert die Jungs zum Entscheidungsmatch heraus.

Die Regisseurin Ute Wieland nutzte den Fußball hier "lediglich als klischeebehafteten Rahmen, als etwas aus der Zeit gefallenes Vehikel, um vom Stand des Geschlechterkampfes in den Speckgürteln der Städte zu erzählen", meint Ulrich Kriest vom Filmdienst. FC Venus tue dies mit "amüsanter Unbekümmertheit" und sei dabei "männerfeindlich, frauenfeindlich, fußballfeindlich und vor allem feindlich gegenüber den Bewohnern der Schlafstädte, deren Spießigkeit und Kleinkariertheit hier lustvoll durchdekliniert wird". Der Film habe einen "angenehmen Unterhaltungsfaktor, weil er so liebevoll gearbeitet ist, dass die Vermutung nahe liegt, er wisse, wovon er spricht".

Rüdiger Suchsland porträtiert im Tagesspiegel Nora Tschirner. Über den Film heißt es, die "Klamotte" insgesamt "sehr gut besetzt" und habe "beste Aussichten, ein Kassenschlager zu werden".

Das Schöne an FC Venus ist fürJosef Engels von der Welt, dass hier "die ermüdende Standardsituation des Sportfilms (...) um eine reizvolle Variante bereichert wird", denn die Gegner "sind ja im Grunde ihrer Herzen einander zugetan. Es geht um die Liebe zu dem Spiel an sich". Dieser "Wohlfühl-Sportfilm" werde von einem "glänzend aufgelegten Darstellerensemble" getragen.

"Tief in die Klamottenkiste" habe die Regissezrin gegriffen und Gags herausgefischt, die "längst von Motten zerfressen", meint Julian Hanich vom Tagesspiegel - aber erstaunlicherweise zögen sie noch immer. Der Film funktionierte als "sympathische Klamaukiade mit Emanzipationsanspruch".

Der Tagesspiegel portätiert den Fußballtrainer Michael Wolf, der den Akteueren den Umgang mit dem Ball beibrachte.

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