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Aktualisiert am 11.07.2005
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Filmkritik:

Sexy Beast

Sexy Beast

Gb 2000 R: Jonathan Glazer D: Ray Winstone, Ben Kingsley, Ian McShane Filmwebsite
Safeknacker Gary 'Gal' Dove (Ray Winstone) hat sich bereits zur Ruhe gesetzt und genießt sein Leben in Spanien; da taucht der Killer Don 'Malky' Logan (Ben Kingsley) auf und will ihn zu einem Job in Großbritannien überreden. Diese "vielfach ausgezeichnete Mischung aus Liebesfilm, Psychothriller und klassischem Gangsterfilm" war urprünglich als Theaterstück konziipiert, weiß Katja Lüthge von der Frankfurter Rundschau, die Dialoge zwischen Gal und Don Logan funktionierten aber auch im Film "ganz ausgezeichnet". Ben Kingsley als Don Logan sei "einfach großartig" als der "unter extremer Anspannung stehende Psychopath, der in ständigem Kontakt mit sich selbst die widerspenstige und verwirrende Welt außerhalb seiner selbst auf ihre Übereinstimmung mit seinen Interessen überprüft". Vor allem aber sei dem Musikvideo- und Werbefilmer Glazer ein "einfühlsames Portrait über eine bisher oft verachtete Spezies" geglückt: "angejahrte Männer mit Goldketten werden wir ab dem heutigen Tag mit anderen Augen sehen".
Auch Blickpunkt:Film lobt das "fulminantes Regiedebüt" von Glazer, in dem mühelos "verschiedene Genres und diverse Stimmungswechsel" unter Kontrolle gebracht würden, und dem man "bis zum bitteren Ende fasziniert und angespannt folgt".
Eberhard von Elterlein von der Welt meint, dieser "wunderbar wahnwitzige, mit den Genrekonventionen übermütig spielende Krimi-Erstling" werde von Ben Kingsleys Darstellungskunst überstrahlt; mit "hinreißender Verve, überaus überzeugend gegen sein friedfertiges Gandhi-Image spielend", ziehe er diesen "wundervollen Film (...) ganz auf sich". Was "eigentlich ein Gangsterfilm" sein solle, werde durch Kingsleys Kunst zu einem "ungewöhnlichen Psychodrama", das "mit Britpop-Hits aufgemischt und einer rasanten Schnitttechnik á la Snatch garniert zu einem kleinen Sommerhit in den Kinos werden könnte".
Auch Julian Hanich vom Tagesspiegel lobt Kingsley: dieser fülle "nicht einmal die Hälfte dieses brutalen, obercoolen Gangster-Films, der selber kaum 90 Minuten dauert. Und doch ist sein Auftritt nachhaltig beängstigend und amüsant zugleich".
Dietrich Brüggemann vom Schnitt begrüßt, dass Glazer "nicht auf Tollwut und Geschwindigkeit setzt, sondern auf präzise inszenierte Bildphantasien" und sogar mit den Schauspielern umgehen kann - nicht selbstverständlich für einen Clipregisseur. Schwächen habe der Film aber in der Dramaturgie, denn er hänge "in der Mitte gewaltig durch", hänge eine "geschlagene Stunde" in Gals spanischer Villa fest und komme "einfach nicht vom Fleck". So bliebe ein "zwiespältiger Eindruck: Um den Film so gut zu finden, wie man ihn gern finden würde, hat man sich ein wenig zu sehr gelangweilt, andererseits sind da die genannten Qualitäten sowie ein grandioser Ray Winstone als gemütlicher und zugleich gefährlicher Ex-Ganove".
Tobias Kniebe von der Süddeutsche Zeitung lobt, wie hier "in den Zwischenräume dieser Geschichte (...) sich die Stimmungen und grandiosen Performances" erst entfalteten; Ben Kingselys Auftritt sei "schon jetzt ein Klassiker", ihm gelänge es, ein "verwundetes Kind darzustellen, von Disziplin und Ehre getrieben, von einem verzweifelten Wunsch, geliebt zu werden. Man spürt das ungeheure Gewaltpotenzial, den Wahnsinn in abgezirkelten Gesten, Eruptionen von Flüchen." Auch die Neue Zürcher Zeitung ist angetan von Sexy Beast , dessen "stärkster Trumpf (...) bei aller Kunstanstrengung die Besetzung" sei.
Die Süddeutsche Zeitung hat sich mit Ben Kingsley unterhalten,die Welt auch.

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Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Bildformat: 2.35:1
• Dolby, Letterboxed, Surround Sound
• Laufzeit: 88 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 6. Februar 2003
• Produktion: 2000

DVD Features:

• Hinter den Kulissen
• Bei den Dreharbeiten
• Interviews mit den Hauptdarstellern
• Kinotrailer
• Programmvorschau

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