Filmkritik:
House of Wax
USA/Australien 2005 R: Jaume Collet-Serra D: Elisha Cuthbert, Chad Michael Murray, Brian Van Holt, Paris Hilton, Jared Padalecki, Jon Abrahams, Robert Ri'chard, Dragitsa Debert, Thomas Adamson, Murray Smith, Sam Harkess Filmwebsite
In diesem relativ freien Remake des Horrorfilms Das Kabinett des Professor Bondi (1953) versucht eine Gruppe von Collegestudenten krampfhaft nicht als Wachsfiguren im Museum eines verrückten Professoers zu enden. Blickpunkt:Film war nicht gerade überwältigt. Der Beginn sei "lang gezogenen und relativ ereignislos", das Produktionsdesign sei von "grundsolider Qualität" und "die Todesarten fallen dem R-Rating entsprechend recht derb (zwei Enthauptungen, Wachsdusche) aus." Paris Hilton lege einen Striptease hin und habe "eine 'Kopflastige' Todesszene".
Frank Mehring vom Filmdienst schreibt, der Film reite "zwar auf der gegenwärtigen Welle von Horrorproduktionen, legt aber mit den detailverliebten Massakern, abgetrennten Gliedmassen und durchbohrten Körpern die Messlatte der Gewaltdarstellung deutlich höher." Dabei vertraue der Film weniger auf Computer-effekte denn auf "altmodisches, durchaus wirkungsvolles Make-Up". Die Geschichte sei "zusammenschustert" und frei jeder Ironie, er triefe stattdessen von "Naivität und Sentimentalität".
Die Welt schreibt sehr kurz, der Film sei "der übliche Killerhorror, wo einer nach dem anderen auf die eine oder andere Splatterart den Tod findet. Darunter auch Paris Hilton, die als Scream-Queenchen nicht mal schlechte Figur macht."
Dagegen rühmt Sascha Westphal von der Frankfurter Rundschau Collet-Serra als einen "fast avantgardistischen Künstler, der im gleichen Maße, wie die Erwartungen des Publikums gleichermaßen bedient und unterläuft. In der Retrospektive verrät schon die lange, beinahe bis an den Rand des Absurden ausgedehnte Exposition den subversiven Geist". Das Zentrum des Films sei die geheimnisvolle Kleinstadt, eine Art "Gesamtkunstwerk" mit "alten, typisch amerikanischen Häusern und dem an Architekturen Frank Lloyd Wrights erinnernden Wachsmuseum". Doch das Bild von "äußerer Schönheit und innerer Harmonie" erwächst "aus einem totalitären Verständnis von Einklang und Vollkommenheit, in der das Leben keinen Platz mehr hat."
Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch, Englisch
• Bildformat: 16:9, 1.85:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 107 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 23. September 2005
• Produktion: 2005
DVD Features:
• Alternative Szenen: Alternativer Anfang: Jennifers Tod
• Dokumentationen:
• US-Kinotrailer
• Verpatzte Szenen
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