Filmkritik:
Moderne Zeiten
(Modern Times) USA 1936 R: Charles Chaplin D: Charles Chaplin, Paulette Goddard, Henry Bergmann, Allan Garcia, Tiny Sandford, Chester Conklin, Hank Mann, Louis Natheaux, Stanley Blystone Filmwebsite
Restaurierte Fassung des Filmklassikers.
Dominik Kamalzadeh von der taz bemerkt, dass sich Chaplin als Komiker "vor allem den körperlichen Aspekten der Fließbandtätigkeit" nähere und die Bewegungsroutinen nutze, "um Gags 'am laufenden Band' zu produzieren". Charlie, der Tramp, "vermag also nicht nur den Produktionsprozess lahm zu legen, er führt mit dem burlesken Körper vor, welche Störungen industrielle Arbeit auslöst, um sie auf einer sinnlichen Ebene zugleich zu therapieren".
Modern Times sei "der modernste Film der Saison" meint Andreas Platthaus in der FAZ. Und es sei "nicht das ikonische Bild vom Arbeiter im Räderwerk des Kapitalismus", das ihn "heute noch bemerkenswert macht, sondern jene grandiose Szene, in welcher der stets hilfsbereite Fabrikarbeiter einen von einem Lastwagen gefallenen roten Wimpel aufhebt - und hinter dem verzweifelt dem Lastwagen nachwinkenden Chaplin plötzlich eine Demonstration um die Ecke biegt und den Unbedarften fest in ihre Reihen schließt. Durch Unschuld, nicht Berechnung wird man zum Führer einer sozialen Bewegung, und Müntefering, Gysi und Lafontaine könnten sich ein Beispiel daran nehmen, wenn sie nun selbst verzweifelt mit den roten Fahnen wedeln."
Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0) Englisch (Dolby Digital 5.1) Spanisch (Dolby Digital 1.0)
• Untertitel: Deutsch, Spanisch, Italienisch, Englisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Hebräisch, Icelandic, Norwegisch, Schwedisch, Kroatisch, Tschechisch, Griechisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Französisch
• Bildformat: 4:3
• Dolby, HiFi Sound, PAL
• Laufzeit: 83 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 5. August 2005
• Produktion: 1936
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