Filmkritik:
Veer und Zaara-Die Legende einer Liebe
(Veer-Zaara) Indien 2004 R: Yash Chopra D: Shah Rukh Khan, Preity Zinta, Rani Mukerji, Amitabh Bachchan, Kirron Kher, Divya Dutta, Boman Irani, Anupam Kher Filmwebsite
Der indische Hubschrauberpilot Veer rettet der schönen Pakistani Zaara das Leben. Sie verlieben sich. Aber Zaara muss in Pakistan einen anderen Mann heiraten, der Veer aus Eifersucht als indischen Spion einsperren lässt. Zwanzig Jahre später versucht eine pakistanische Menschenrechtsanwältin ihn aus der Haft zu befreien.
Felicitas Kleiner vom Filmdienst fand den hier versuchten Spagat interessant: Einerseits zeige sich der Film "'modernen' Ideen verpflichtet; vor allem der Aufwertung der Rechte der Frauen, hier insbesondere dem Ausgleich zwischen Indien und Pakistan bzw. Hindus und Moslems; andererseits werden grundlegende Traditionen und Werte affirmiert: die Bedeutung der Familie, der im Zweifelsfall das persönliche Glück aufgeopfert werden muss, und, damit zusammenhängend, Patriotismus und Religiosität". Kleiner vermutet, dass die Popularität von Melodramen wie Veer und Zaara auch daran liegt, "dass hier ein Dilemma eingekreist wird, das die indische Gesellschaft umtreibt und bewegt: der Versuch, den Wunsch nach Liberalisierung mit traditionellen Werten der indischen Gesellschaft zu vereinbaren, die diesen Wünschen entgegenstehen." Genau von diesem Konflikt handelt der Film, "versucht aber zugleich, ihn nicht eskalieren zu lassen. So werden die Spannungen zwischen den Kindern und den Älteren nicht ausgekämpft, sondern lösen sich entweder in Friede oder in gemeinsamem Leiden am übergroßen 'Zwang der Verhältnisse'. (...) Funktionieren tut das nur, weil fast alle Protagonisten duldsam und einsichtig sind. Solche unerträgliche Gutartigkeit kostet einen dann doch mehr Geduld als die obligatorischen Musiknummern."
Christina Tilmann vom Tagesspiegel ist zufrieden: "Es heißt viel, dass es nicht böse Pakistaner und gute Inder, sondern nur besonders karrierebewusste, verliebte, gütige oder rücksichtslose Menschen gibt, auf beiden Seiten. Ein solcher Film wäre auch zwischen einem Israeli und einer Palästinenserin, zwischen einem Türken und einer Kurdin, in Nordirland oder Nordkorea eine große Tat."
Holger Kreitling (Welt) weiß, dass in Indien anti-pakistanische Filme Tradition haben. Dagegen urteile Veer und Zaara nicht einseitig; kein Land werde "verdammt, beide Religionen, Hinduismus und Islam, respektvoll gewürdigt. Die Fronten verlaufen zwischen den Generationen, hier die Kinder, dort die rückwärts gewandten Väter. Der 72 Jahre alte Regisseur Yash Chopra, einer der Meister des indischen Unterhaltungskinos, bettet seine Verständnis-Hymne in Monumental-Kitsch. Genau darum ist dieses Kino so attraktiv für westliche Augen. Alles. Hauptsache groß. Letztlich ist es ein Film über die Segnungen des Landes, ein erdverbundenes Heimat-Epos."
Ekkehard Knörer von der taz gefiel, wie "ausdrücklich Veer und Zaara auch auf eine Geschichte weiblicher Emanzipation" hinauswolle. Überhaupt operiere er "mit lauterster Absicht an mehreren Fronten" und sei deshalb ein "Musterbeispiel dafür, wie sich politisch-utopisches Potenzial und die traditionelle Gestalt hinreißenden Bollywood-Entertainments bestens vertragen können".
Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
• Untertitel: Deutsch
• Bildformat: 16:9, 2.35:1
• Dolby, HiFi Sound, PAL
• Laufzeit: 184 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 14. November 2005
• Produktion: 2004
DVD Features:
• Deutsch DD 2.0, Hindi DD 5.1 (mit optionalen dt. Untertiteln)
• Doppel-DVD + Poster
• Bonus DVD (ca. 100 min. / dt. Untertitel): Making of the Songs,Karaoke Songs, Deleted Scenes, Interviews, Deleted Song, Kinotrailer
• Deutsch DD 2.0, Hindi DD 5.1 (mit optionalen dt. Untertiteln)
• Doppel-DVD + Poster
• Bonus DVD (ca. 100 min. / dt. Untertitel): Making of the Songs,Karaoke Songs, Deleted Scenes, Interviews, Deleted Song, Kinotrailer
• Von Regie-Legende Yash Chopra mit den Superstars Shah Rukh Khan (IN GUTEN WIE IN SCHWEREN TAGEN, ICH BIN IMMER FÜR DICH DA!), Preity Zinta (LEBEUND DENKE NICHT AN MORGEN) und Rani Mukherji (IN GUTEN WIE IN SCHWEREN TAGEN, CHALTE CHALTE)
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