Filmkritik:
Bye Bye Blackbird
Lux/Gb/D/Aut 2005 R: Robinson Savary D: James Thierree, Derek Jacobi, Jodhi May, Izabella Miko, Michael Lonsdale, Niklas Ek, Andrej Acin, Claire Johnston 99 Min. Filmwebsite
Nach dem Unfalltod seines Kollegen heuert der Bauarbeiter Josef beim Zirkus an und wird Trapezkünstler. Er verliebt sich ohne Erwiderung in die schöne Alice. Dann geschieht wieder ein Unglück. Felicitas Kleiner vom Filmdienst schreibt, Savary erzähle "seine Geschichte in betont artifiziellen Bildern erzählt - auf Kosten der Lebendigkeit seiner Zirkuswelt, die bisweilen etwas blutleer wirkt und zur symbolischen Folie zu gerinnen droht." Die Erzählweise sei "allzu elliptisch" und verzichte "auf nachvollziehbare und glaubhafte Entwicklungen von Charakteren und Konflikten zugunsten der Oberflächenreize". Im Gegensatz zu Buch und Regie fand sie die Schauspieler allerdings "brillant". Der Reiz des Films liege "in der genussvoll zelebrierten Tristesse der Schauplätze und in der schieren Schönheit der Bildsprache: der stimmigen Farbdramaturgie,(...) sowie der Eleganz, mit der die Trapez-Szenen von Josef und Alice aufgelöst sind. In solchen Momenten entfaltet die Zirkusgeschichte ihre eigentliche Magie."
Cosima Lutz von der Welt fand den Film langweilig, weil "abgesehen von der leichten Monstrosität einiger Zirkus-Figuren (...) nichts in diesen Bildern (Kamera: Christophe Beaucarne) vom bloß Schönen ins Interessante" kippe. So klammere sich der Film "an die blendende Oberfläche".Von den Schauspielern hat ihr vor allem Derek Jacobi als durchtriebener Zirkusdirektor gefallen.
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