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Aktualisiert am 01.12.2006

Filmkritik:

Happy Feet

Happy Feet

Aus 2006 R: George Miller 108 Min. Filmwebsite
Der Pinguin Mumble ist anders als seine Artgenossen. Statt wie diese fleißig zu singen um einen Partner zu finden, denkt Mumble nur ans tanzen. Allerdings erweist sich der Außenseiter irgendwann doch als recht nützlich. Michael Kohler vom Filmdienst (ebenfalls in der Welt) ist ziemlich beeindruckt von der Art mit der George Miller das "Gift der Erkenntnis in eine nur scheinbar unbeschwerte Geschichte" einfließen lasse. Er fühlte sich da an Disneys Bambi erinnert. Man erwarte ein Pinguin Musical "Genau das bekommt das Publikum auch, und zwar in einer handwerklichen Qualität und mit einer erzählerischen Finesse, die zugleich bezaubert und in falsche Sicherheit über die wahren Motive dieser Reise an den Kältepol der menschlichen Gesellschaft wiegt." Denn natürlich geht die Bedrohung von den Menschen aus.

Auch Sebastian Handke ( Tagesspiegel) schreibt, der Film sei "außergewöhnliche Familienunterhaltung (...) Die Szenerie ist fast fotorealistisch und oft atemberaubend schön, die Kamera fliegt wie losgelöst durchs glitzernde antarktische Eis. Happy Feet dürfte der technisch avancierteste Animationsfilm sein; die Verbindung von Witz und Tempo mit der Warmherzigkeit alter Disney-Filme machen ihn zu einem der schönsten Animationsfilme der Computerära." Die etwas düstere letzte halbe Stunde sei für ganz kleine Kinder vielleicht nicht so passend, aber sie verleihe dem Film "eine Tiefe, die sehr selten ist." Die Auswahl der Musik hat ihm auch sehr gefallen.

Sascha Westphal von der Frankfurter Rundschau schwärmt von nicht nur von der Ästhetik des Films: "In grandiosen Sequenzen, in denen der Action-Virtuose Miller das ganze Spektrum der modernsten CGI-Technik ausschöpft, feiert er die Schönheit der Natur." Zu einem "Meisterwerk" werde der Film vor allem durch seinen Realismus, was die Gefahren des Lebens angehe: "Anders als so viele Kinderfilm-Regisseure bringt er seinem jungen Publikum den gleichen Respekt entgegen wie erwachsenen Zuschauern. Er macht ihm nichts vor. (...) Diese Ehrlichkeit ist erfrischend und bewundernswert, zumal sie Fragen und Diskussionen anstößt, die die meisten Familienfilme eher vergessen machen wollen."

Christoph Egger ( NZZ) bemängelt das Drehbuch: es sei "dünn", beenträchtige den Anfang und lasse "auch den Schluss stark abfallen". Habe man allerdings "die Schlagerparade zu Beginn überstanden" folge ein sehr amüsanter Mittelteil und auch das " Motion- Capture-Verfahren" hat ihn überzeugt: " Erstaunlich ist, wie diese Technik auch bei den Landschaftsaufnahmen funktioniert, die eine leicht verfremdete Schönheit erhalten, etwa im Wechsel des Lichts oder bei der fliessenden Darstellung der von der Eiskappe herabstürzenden Fallwinde." Die aufrüttelnde Botschaft am Ende fand er aber "aufgesetzt" und "enttäuschend".

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