Filmkritik:
Stolperstein
D 2008 R: Dörte Franke 73 Min. Filmwebsite
In den 90er Jahren begann der Künstler Gunter Demnig Pflastersteine mit einer Messingtafel vor Häusern zu verlegen, in denen einmal Menschen wohnten, die von den Nazis deportiert wurden. Die als begrenztes Projekt geplante Aktion wuchs sich zu einer Lebensaufgabe aus. Ca. 16.000 Pflasterstein-Denkmäler gibt es heute.
Josef Lederle ( Filmdienst) schreibt, der Film sei "informativ und solide" solange es um Demnigs Arbeit in Deutschland gehe, richtig "spannend wird es erst, wenn der Film nach einer eher kursorischen ersten Hälfte mit Demnig und seiner Lebensgefährtin zur Arbeitsreise nach Österreich und Ungarn aufbricht. Dort begleitet die Kamera ein Gespräch zwischen den Nachfahrinnen einer Sinti-Familie, die fast komplett ausgelöscht wurde, und zwei ortsansässigen Zeitzeugen, die sich noch an die Deportation erinnern können. Der naiv-unverschämte Duktus, mit dem die Einheimischen über das Vergangene reden, verrät mehr über die Gegenwart des Verdrängten als jedes noch so zerknirschte Lippenbekenntnis."
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