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Aktualisiert am 10.02.2009

Filmkritik:

The International

The International

USA/D 2008 R: Tom Tykwer D: Clive Owen, Naomi Watts, Armin Mueller-Stahl, Brian F. O'Byrne, Ulrich Thomsen, Jack McGee, Victor Slezak, Patrick Baladi, Nilaja Sun, Luca Calvani 118 Min. Filmwebsite
Interpol-Agent Louis Salinger und die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman sind entschlossen eine der mächtigsten Banken der Welt zu Fall zu bringen. Während sie eine Reihe illegaler Aktivitäten aufdecken, folgen Salinger und Whitman der Spur des Geldes von Berlin nach Mailand, New York und Istanbul. Bald schon befinden sie sich mitten in einer hochriskanten Hetzjagd rund um den Globus, bei der sie durch ihre kompromisslose Hartnäckigkeit auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen: Denn ihre Zielpersonen machen vor nichts halt - nicht einmal vor Mord - um auch weiterhin Terroranschläge und Kriege finanzieren zu können.

Als Eröffnungsfilm der Berlinale 2009 wurde The International überwiegend positiv aufgenommen: Für Verena Lueken von der FAZ ist dies ein Film, der "Lust aufs Kino macht, der einen auf die Stuhlkante zwingt, während er in seiner Bewegungschoreographie weite Bögen nimmt". Er läuft außer Konkurrenz, aber "er legt die Latte für den kommenden Wettbewerb ganz schön hoch".
Für Daniel Kothenschulte von der Frankfurter Rundschau besteht das "Geheimnis" dieses Films in seiner "Ruhe" und einem "bei aller Spannung doch stets reflektierten Ton".
Lars-Olav Beier vom Spiegel findet den Film "höchst spannend"; er liege zwar "deutlich unter der Richtgeschwindigkeit zeitgenössischer Thriller", komme deshalb am Ende aber "viel weiter".
Tobias Kniebe bemerkt in der Süddeutschen Zeitung, es gehe in The International um "Kunst und Handwerk und große Kinotradition im Metier des populären Erzählens, um die Wiederbelebung eines bedeutenden Genres, zugleich um verblüffende Einsichten zur aktuellen Gegenwart und um eine avancierte Definition des Politischen". Könnte sich Dieter Kosslick einen "idealen Eröffnungsfilm" für seine Berlinale zusammenbasteln, dann müsste er "ungefähr diese Elemente enthalten".
Dietmar Kammerer von der taz moniert, der Film sei ""letzten Endes ein Thriller ohne Geheimnis, der wie seine Hauptfigur stur voranschreitet". Was der Dramaturgie an "Überraschung und Doppelbödigkeit" fehle, mache das Drehbuch durch einen "atemlosen Wechsel der Schauplätze" wett.
Hanns-Georg Rodek von der Welt schließlich schwärmt von diesem "(fast) perfekten Genrefilm", der gleichzeitig weitgehend ein "Regisseursfilm" sei, ein "Blick in die schier unendliche Trickkiste des Tom Tykwer".
Susanne Ostwald von der NZZ nennt den Film ein "solides Genrewerk", das "zu befriedigen" wisse, "nicht jedoch mitzureissen".

Die Welt sprach mit Tom Tykwer über den Eröffnungsfilm der Berlinale 2009.

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