Filmkritik:
Und wenn sie nicht gestorben sind... Die Kinder von Golzow - Das Ende der unendlichen Geschichte
D 2006 R: Barbara und Winfried Junge D: Jürgen, Petra, Christian, Ilona, Winfried Filmwebsite
In zwei Teilen soll die Langzeitdokumentation abgeschlossen werden. Dies ist der erste Teil davon. Noch einmal werden die Lebenswege der Kinder von Golzow zusammengefasst. Einige sind allerdings schon vor Jahren aus dem Projekt ausgestiegen. Ralf Schenk ( Filmdienst) fand so auch die Geschichten derer, die dabei geblieben sind am interessantesten. Dabei machen die "aus den konkreten Lebenswegen gefilterten Erkenntnisse über die Korrespondenz zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft, dem Privaten und dem Öffentlichen, (...) die Stärke des Films aus." Manchmal überfordere Junge seine Gesprächspartner, dass er dies aber auch zeige spreche für seine Souveränität. Am Ende konnte sich Junge nicht verkneifen "mit seiner Kamera auch in das ihm und der Golzow-Reihe gewidmete Museum in einem der Klassenräume zu gehen. Mit einem solchen Selbstbezug aber macht er den Film etwas kleiner als er ist."
Der Film lief bereits im Forum der Berlinale 2006.
Detlef Kuhlbrodt (taz) hielt den Film für eine "schöne Folge" aus der Langzeitdokumentation von Barbara und Winfried Junge.
Sylvia Hallensleben (Tagesspiegel) war etwas weniger angetan: "Winfried Junges pädagogisierende Kommentare sind berüchtigt. Im Porträt der zeitweiligen FDJ-Leiterin Ilona Müller erreicht er allerdings neue Gipfel der Selbstgefälligkeit."
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