Filmkritik:
Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein
USA 2003 R: Boaz Yakin D: Brittany Murphy, Dakota Fanning, Marley Shelton, Donald Faison, Jesse Spencer, Austin Pendleton, Heather Locklear Filmwebsite
Molly ist die reiche und verwöhnte Tochter einer verstorbenen Rocklegende. Als sie von ihrem Vermögensverwalter betrogen wird, steht sie plötzlich mit leeren Hände da und muss sich einen Job suchen. So wird sie Nanny einer achtjährigen tyrannischen Nervensäge. Für Blickpunkt:Film eine "insgesamt unschuldig-niedliche Familienunterhaltung mit melancholischem Nachdenklichkeitsanstoß".
Jörg Gerle vom Filmdienst verlor ziemlich "schnell das Interesse an den Figuren sowie der überzogenen Geschichte eines Films, der sich mit dem pathetischen, alle Probleme einfach 'wegbehauptenden' Finale dann auch noch die letzten Sympathien verscherzt".
Etwas "Zwanghaftes" hat Fritz Göttler von der Süddeutschen Zeitung in den "Bildern, in ihrem Balanceakt zwischen Dämonie und Anarchie" gesehen. "Michael Ballhaus hat sie gestaltet, in starken Farben, die nicht immer zusammenstimmen. Er hat in Amerika gelernt den Glamour zu lieben, aber von Fassbinder her weiß er, wie schnell die Welt eine Schäbigkeit gewinnt."
Nicht besonders lustig fand Harald Peters von der taz die Scherze, und auch Brittany Murphys "geradezu zwanghaftes Grinsen" ging ihm ziemlich auf die Nerven. Und so kann er nicht sagen, "was nervtötender ist: die beklagenswerte Witzarmut des Films oder die aufdringliche Heiterkeit, die Brittany Murphy völlig unbegründet aus jeder Pore verströmt".
Sascha Westphal ( Frankfurter Rundschau) hat die Komödie sehr viel besser gefallen und er kann auch den Darstellerinnen einiges abgewinnen: "Die psychologische Komplexität von Dakota Fannings Spiel - das sich ganz nebenbei perfekt mit Brittany Murphys um vieles leichtgewichtigerer Party Girl-Routine ergänzt - könnte dieses zeitgenössische Märchen durchaus über sein letztlich vorhersehbares Konzept hinausheben. Aber Boaz Yakin hat ihr diese Last von den Schultern genommen. Was leicht eine reine Hollywood-Auftragsarbeit eines Regisseurs hätte werden können, der sich von seinen kleinen und recht anspruchsvollen Anfängen im Independent-Kino verabschiedet hat, entpuppt sich als ein durch und durch persönlicher Film."
Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Spanisch (Dolby Digital 5.1) Italienisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Englisch, Türkisch, Dänisch
• Bildformat: 16:9, 1.85:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 89 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 22. Juni 2004
• Produktion: 2003
DVD Features:
• The Lowdown on Uptown – Making of-Featurette
• Rockin‘ Style - Kostümdesign-Featurette
• 13 Gelöschte Szenen
• Musikvideo 'Time' von Chantal Kreviazuk
• Foto-Galerie
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