Filmkritik:
Drum Bun - Gute Reise!
(Drum bun - Jó utat!) D/Ungarn/Rumänien/CH 2004 R: Robert Ralston D: Felix Theissen, Krisztina Biró, Tibor Pálffy, Juliane Kindler, Ferenc Szélyes, Andrea Szélyes Filmwebsite
Der Deutsche Martin gerät bei dem Versuch, in Rumänien die Leiche seines Vaters zu finden und nach Deutschland zu überführen, in schwierige Situationen.
Rolf-Ruediger Hamacher (Filmdienst) hat nicht viel Gutes über den Film zu sagen. Denn "die einer offensichtlichen Unterfinanzierung geschuldeten dramaturgischen und konzeptionellen Schwächen lassen keine Road-Movie-Stimmung aufkommen: die flauen, teilweise überbelichteten und langweilig kadrierten DV-Aufnahmen wirken wie die Home-Video-Aufnahmen eines Touristen. Auch die Dramaturgie erinnert eher an Amateurfilmer, die beschlossen haben, während ihrer Ferien schnell einen Film zu drehen. Zum Glück hat die überforderte Filmcrew mit Krisztina Biró eine begabte Schauspielerin in ihren Reihen, während Tibor Pálffy allzu holzschnittartig agiert und der Theaterschauspieler Felix Theissen (der auch am Drehbuch mitschrieb) die Gesetzmäßigkeiten des Kinos in seinem aufgesetzt wirkenden Spiel nicht verinnerlicht hat." Hamacher hält den Film insgesamt für eine "für die große Kinoleinwand ungeeignete Produktion".
Josef Engels von der Welt hat der Film recht gut gefallen: Er wirke bisweilen zwar "wie eine Kurzfilm-Fingerübung (...), aber man sieht über die Schwächen gern hinweg. Weil zum einen die Darsteller wunderbar harmonieren und trockene humoristische Kabinettstückchen abliefern. Zum anderen sitzen die Pointen, und das Gespür stimmt. Wenn der in Zürich geborene Regisseur in Zukunft noch ein bisschen mehr Wert auf Handlungs-Konsistenz legt, wird man ihn mit Freude auf alle möglichen Reisen begleiten. Spaß macht es schon jetzt."
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