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Aktualisiert am 02.05.2005
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Filmkritik:

Das geheime Fenster

Das geheime Fenster

USA 2004 (Secret Window) R: David Koepp D: Johnny Depp, John Turturro, Maria Bello, Timothy Hutton, Charles S. Dutton, Len Cariou, Joan Heney, John Dunn-Hill Filmwebsite
Der Krimiautor Mort Rainey leidet unter Schreibblockaden, hat gerade ein Scheidungsverfahren am Hals und wird dann auch noch von einem Stalker heimgesucht, der behauptet, Mort habe ihm seine eigene Geschichte abgeschrieben. Blickpunkt:Film meint, der Regisseur werfe die Geschichte allzu schnell aus dem Fenster, was aber, "angesichts der fabelhaften One-Man-Show von Johnny Depp" nichts mache, denn nur durch ihn werde die eher lahme Story "zu einer gruseligen, höchst unterhaltsamen Charakterstudie".
Ziemlich enttäuscht ist Holger Römers vom Filmdienst: "Koepps konsequenter Verzicht auf Originalität" sei geradezu "erstaunlich - zumal sein letzter Film Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt durchaus Gespür für hintergründigen Horror bewies. Dass keinerlei Spannung aufkommen will, liegt auch am Hauptdarsteller, der die Genre- Zugehörigkeit des Films ignoriert und mit seinem Spiel buchstäblich zur (Ent-)Spannung beiträgt. Doch wahrscheinlich ist Depp das Beste, was diesem müden Stoff passieren konnte. Zu dumm nur, dass auch er sich der vorhersehbaren dramatischen Zuspitzung des Plots nicht entziehen kann."
Für Peter Zander von der Welt verrät sich der Film schon in seiner ersten Einstellung.
Auch Michael Kohler ( Frankfurter Rundschau) hatte mehr erwartet und ist etwas verwundert, dass "ein so versierter Drehbuchautor wie David Koepp in seiner immerhin bereits vierten Regiearbeit so wenig auf sein eigenes Talent vertraut und so sehr auf die gerade erst etablierte Vaudeville-Persona seines Hauptdarstellers. Natürlich liegt er damit nicht ganz verkehrt, denn Raineys neurotische Selbstgespräche sind ein gefundenes Fressen für Johnny Depp (...). Doch es hätte mehr zu erzählen gegeben."
Auch Andreas Busche von der taz meint, Das geheime Fenster diene nur einem einzigen Zweck: "als Bühne für ein glänzendes Johnny-Depp-Solo". Denn die Grundidee des Drehbuchs habe man bereits nach einer Viertelstunde durchschaut. So könne "man sich ganz auf Depp und seine Eskapaden konzentrieren", die "ein weiterer Höhepunkt in einer Reihe kongenialer Johnny-Depp-Performances" seien.
Susan Vahabzadeh von der Süddeutschen Zeitung denkt, das Stephen Kings Geschichte vielleicht "einfach nicht groß genug für einen wirklich großen Film" sei, "vor allem aber ist sie als One-Man-Show schwer zu erzählen - John Shooter (Turturro) ist die Art von Figur, die man beim Lesen besser der Phantasie überlässt. Man kann ja nicht alle Rollen von Johnny Depp spielen lassen - das wäre dann auch nicht mehr spannend."
Wer "länger als zwanzig Minuten" brauche, um Das geheime Fenster zu durchschauen, gehe "zu selten ins Kino", behauptet Andreas Maurer von der Neuen Zürcher Zeitung; der Film zerfiele zu einem "Scherbenhaufen", wenn er nicht "von Zauberhand zusammengehalten würde - einem Zauberer mit Bettfrisur, zerrupftem Morgenrock und einem Hauch von Johnny Walker: Johnny Depp"; selbst wenn er "auf den Kuss der Muse wartet, indem er sich ächzend auf die Couch fläzt, sich mit seinem Hund unterhält und im Strickjäckchen einkaufen geht", sei er "endlos faszinierend".
Michael Althen von der FAZ schreibt (in einer Doppelbesprechung mit Das Urteil), der Regisseur bemühe sich, den "schleichenden Horror der Erzählung möglichst behutsam umzusetzen" und habe in Johnny Depp einen "Star, dessen Präsenz auch dort die Spannung hält, wo das Geschehen vorhersehbar wird". Aber David Koepp mangele es "sichtlich an visueller Phantasie, wie der Vorlage ein paar unerwartete Perspektiven abzugewinnen wären".

Rüdiger Suchsland schreibt im Tagesspiegel über Johnny Depp.

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Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
• Bildformat: 16:9, 2.40:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 92 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 26. Oktober 2004
• Produktion: 2004

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