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Aktualisiert am 13.08.2010

Filmkritik:

Das Konzert

Das Konzert

(Le Concert) F 2009 R: Radu Mihaileanu D: Aleksei Guskov, Dmitri Nazarov, Mélanie Laurent, François Berléand, Miou-Miou, Valeriy Barinov, Anna Kamenkova Pavlova 122 Min. Filmwebsite

Andrei Filipov, einst Dirigent des weltberühmten Bolschoi-Orchesters in Moskau, fristet dort nun sein Dasein als Putzkraft. Da er in den 80er Jahren jüdische Musiker nicht aus dem Orchester werfen wollte, fiel er in Ungnade und wurde von der kommunistischen Regierung zum Hausmeister degradiert. Eines Tages fällt ihm, während er das Büro des Direktors reinigt, zufällig ein Fax des Pariser "Theatre du Châtelet" in die Hände. Der dortige Direktor Olivier Morne Duplessis lädt das Bolschoi-Orchester zu einem Konzert ein. Andrei entschließt sich, das Orchester in seiner alten Besetzung wieder aufleben zu lassen und anstelle des jetzigen in Paris zu spielen. Kein leichtes Unterfangen, denn die alten Kollegen arbeiten mittlerweile als Umzugshilfen, Taxifahrer, Straßenmusiker oder Handyverkäufer.

Radu Mihaileanu lässt seine Tragikomödie "aufgeregt, mitunter sogar albern beginnen", stellt Michael Ranze vom Filmdienst fest, einige Szenen seien "purer Slapstick". Der Film verbinde "das Lächerliche mit dem Sublimen, das Grobe mit dem Eleganten", allerdings sei das Verhältnis von leichter Komödie und anspruchsvollem Drama "nicht immer ausgewogen", zu häufig bewege sich Das Konzert "zwischen Klamauk und Pathos".

„So leichtgängig und scheinbar konventionell dieses musikalische Melodram daher kommt, so feinsinnig reflektiert es das vergangene Unterhaltungskino der Sowjetzeit", findet Daniel Kothenschulte von der Frankfurter Rundschau. Von Anfang an stecke in diesem Film „genau die richtige Mischung aus Slapstick und Sentiment", dabei sei es „verdammt schwer, diese Dosierung zu beherrschen". Der Kritiker staunte, „wie souverän hier Witz und Pathos in einander fließen" – „wahrhaft chaplinesk" sei das.

Auch Maren Keller von Spiegel Online lobt den Film: „Eine Komödie, über die man lacht, während einem gleichzeitig schwer ums Herz wird - und ein Musikfilm, den man auch mögen kann, wenn man mit klassischer Musik nichts anzufangen weiß".

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