Filmkritik:
One Night Husband
(Kuen Rai Ngao) Thailand 2003 R: Pimpaka Towira D: Nicole Theriault, Siriyakorn Pukkavesa, Pongpat Vachirabanjong Filmwebsite
Das Spielfilmdebüt der Experimentalfilmerin Pimpaka Towira erzählt von der Suche einer Frau nach ihrem Mann nach dessen Verschwinden in der Hochzeitsnacht.
" One Night Husband ist ein in den Regen hinein gemalter Film" meint Ekkehard Knörer ( taz), "das Rauschen und Strömen nimmt und gibt dem Plot, der so trivial scheint, seine Form". Knörer ist sehr angetan von dem Film: " One Night Husband - der Originaltitel bedeutet in der Übersetzung sehr passend "Nacht der Schatten" - ist aus sorgfältigen Einstellungen komponiert, in denen Licht und Dunkelheit, Schatten, Farben, Gegenstände den Figuren kaum nachgeordnet sind. (...) Towira bleibt in ihrem Spielfilmdebüt im besten Sinne Experimentalfilmerin: eine Forscherin in den Zusammenhängen von Bild, Geräusch, Bewegung, Figur und Geschichte. Und sie ist, nach Apichatpong Weerasethakul, schon die zweite wichtige thailändische Stimme des Weltkinos."
Auch Alexandra Wach vom Filmdienst ist voll des Lobes über den Film und seine Regisseurin: "In der Genauigkeit der psychologischen Beobachtung orientiert sie sich an den besten Traditionen des europäischen Autorenkinos, im Spannungsaufbau kann sie es locker mit der amerikanischen Thriller-Konvention aufnehmen." One Night Husband sei eine "wunderbar melancholische, moderne Großstadtballade im Gewand eines Film Noir, die man in dieser Intensität und formalen Geschlossenheit aus Thailand nicht erwartet hätte".
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